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Bei von der Leyen wurde der Stecker zum Internet schon lange gezogen
Posted by admin in Hintergründe on March 27th, 2009
Anders kann man kaum erklären, dass sie nach Monaten der Beschäftigung mit DNS-Sperren gestern immer noch folgendes von sich geben konnte:
Zur technischen Umsetzbarkeit. Man muss sich das in etwa so vorstellen, als wenn man ein Telefon hat, dessen Stecker aus der Wand gezogen ist: Man kann den Hörer abheben und eine Nummer wählen; eine Verbindung wird jedoch nicht aufgebaut. Das ist das Grundprinzip: schon im Ansatz zu sperren, um jeglichen Zugang zu diesem Markt unmöglich zu machen.
Dieser Vergleich ist komplett falsch. Korrekt würde die DNS-Sperre in der Telefonmetapher folgendermaßen formuliert:
Die Sperre entspricht dem Löschen der Telefonnummer Kinderpornoanbieters aus ein paar wenigen von vielen tausend Auskünften im Telefonnetz. Und das in einem Telefonnetz in dem der Nutzer die Freie Wahl zwischen all diesen Auskünften hat.
Genauer beschreibt das der Artikel über die technischen Grundlagen der DNS-Sperren.
Den Satz mit dem Grundprinzip kann man dementsprechend gleich streichen.
Die Kinderpornosperre umgehen
Posted by admin in Hintergründe on February 22nd, 2009
ist in etwa so leicht, wie eine E-Mail zu versenden:
- Öffnen der Netzwerkeinstellungen über Start->Einstellungen
- Öffnen der zur Internetverbindung gehörenden Netzwerkverbindung
- Öffnen der Eigenschaften
- Auswahl von Interneprotokoll (TCP/IP) und öffnen der Eigenschaften
- Eintragen eines nicht filternden DNS-Servers im entsprechenden Feld nach Auswahl von Folgende DNS-Serveradressen verwenden, das entsprechende Fenster findet sich rechts abgebildet. Adressen finden sich leicht bei Google und bispielsweise hier oder gespiegelt hier.
Entsprechende Anleitungen sind auch bereits vielfach für verschiedene Betriebssysteme im Internet zu finden. Wie man sich dort überzeugen kann ist der Aufwand zur Umgehung der Kinderporno-Sperre unter anderen Betriebssystemen nicht größer.
Auch für alle bekannten komplexeren Sperrmethoden bleibt der Aufwand zur Umgehung vergleichbar gering.
Der einzig mögliche Schluss daraus: Die Kinderpornosperre ist leicht zu umgehen, egal wie sie realisiert wird. Leicht zu umgehende Sperren sind kein wirksames Mittel gegen Kinderpornographie.
Update 3. Juni: Von einigen Organisationen werden im Moment auch härtere Sperren gefordert als die hier behandelten DNS-Sperren. Diese sind jedoch unabhängig von der eingesetzten Technik auch nicht schwerer zu umgehen.

