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Härtere Kinderpornosperren umgehen

In den letzten Tagen haben sich verschiedene Organisationen darauf verlegt, einen Kritikpunkt der Sperrgegner ernst zu nehmen. Es scheint nun auch bei den Sperrbefürwortern angekommen zu sein, dass die zunächst geplante Sperretechnik äußerst leicht zu umgehen sind, in einem Youtube-Video wird beispielsweise die Umgehung in unter 30 Sekunden gezeigt.

Um diesem Kritikpunkt zu begegnen, werden nun härtere Sperren gefordert, das britische Modell oder das chinesische Modell werden als Beispiele “schwerer” zu umgehender Internetsperren angeführt.

Leider ist die Annahme, es gebe eine Sperrtechnik, die schwer umgangen werden könnte, jedoch falsch: (schwer im Sinne von schwerer als das Auffinden von Kinderpornographie)

Die gleichen Methoden, die es erlauben, Geschäftsprozesse vertraulich über das Internet abzuwickeln, die für Onlinebanking und Internet-Einkäufe notwendig sind, ermöglichen auch die Umgehung von Netzsperren. Die Methoden, die vertrauenswürdige, sichere Kommunikation über das Internet ermöglichen, können immer auch eingesetzt werden, um ungefiltert kommunizieren zu können.

So ist es beispielsweise für ein paar Euro möglich, sich im Ausland per Internet einen sogenannten “VPN-Zugang” zu kaufen. Dabei handelt es sich um Zugang zu einen Server, der es zusammen mit einer speziellen Software ermöglicht, so zu surfen, als befinde man sich im Ausland. Die gesamte Kommunikation mit dem Internet wird verschlüsselt an den Server geschickt. Dieser packt die verschlüsselten Anfragen aus und leitet sie ins Internet weiter. Das funktioniert dann etwa so:

Arbeitsweise einer VPN-Tunnelsoftware

Arbeitsweise einer VPN-Tunnelsoftware

Die Konfiguration der Tunnelsoftware ist auf den gängigen Betriebssystemen mit wenigen Handgriffen möglich und nicht merklich schwerer als die Umgehung der DNS-Sperre. Der geneigte Leser kann sich davon anhand der Anleitung auf der Seite des Anbieters überzeugen. Auch der Preis von 5$ pro Monat stellt keine Hürde dar: Personen, die bereit wären, Kinderpornographie zu kaufen sind offenbar bereit, auch Geld für den Zugang zu solcher auszugeben.

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Jetzt also doch.

Heute wurde im Bundeskabinett ein “Eckpunktepapier” für die Netzzensur-Bestrebungen beschlossen (z.B. via Netzpolitik). Im Zusammenhang gaben auch viele Provider ihren Widerstand gegen die vom Familieneministerium angestrebte Regelung auf. Das Familienministerium verteilt außerdem ein Propagandaschreiben, in dem versucht wird, die Wirksamkeit der Sperren zu unterstreichen und die Risiken klein zu lügen. Das Papier findet sich hier. In meiner Fassungslosigkeit angesichts der darin zur Schau gestellten Ignoranz gegenüber den Kernproblemen von Netzsperren habe ich beschlossen, die am stärksten tendenziösen Punkte des Papiers um ein paar Fakten ergänzt online zu stellen.

  • Inwieweit hat das Internet die Verbreitung kinderpornografischer Darstellungen erleichtert?

[...]Die polizeiliche Kriminalstatistik weist seit Jahren einen Anstieg bei der Verbreitung von Bildern und Videos auf, die den sexuellen Missbrauch von Kindern darstellen. Das Bundeskriminalamt (BKA) stellte allein in diesem bereich von 2006 auf 2007 einen Zuwachs von 111 Prozent fest.[...]

Dem widersprechen bereits die Zahlen, die die Polizei selbst herausgibt. Netzpolitik bemerkt richtig: Die Polizeiliche Gesamtstatistik nennt die Verbreitung von Kinderpornographie unter zwei Schlüsseln: 1432, und 1434. Die Häufigkeit der Verbreitung von Kinderpornographie betrug 2006 summiert 2897 Fälle. Im Jahr 2007 waren noch 2872 Fälle zu verzeichnen. Das entspricht insgesamt sogar einer Verringerung der Straftaten in diesem Bereich um 1%.

  • Können Zugangssperren bei den Providern die Verbreitung von Bildern und Videos, die den sexuellen Missbrauch von Kindern dokumentieren, zu 100 Prozent verhindern?

Technisch versierte Internetnutzer werden immer Wege finden, die Sperren zu umgehen. Entscheidend ist aber, dass dadurch der Zugang für die große Masse der durchschnittlich versierten Internetnutzer blockiert wird

Hier versteckt sich ein Denkfehler: Es bedarf zwar vielleicht eines technisch versierten Internetnutzers, um einen Weg zu finden, die Sperren zu umgehen. Wenn dieser Internetnutzer jedoch eine Anleitung schreibt, wie die Umgehung der Sperre zu bewerkstelligen ist, stellt die Sperre auch für nicht versierte Internetnutzer kein Hindernis mehr dar. Und warum bitte sollte ein so großer Markt, den es ja angeblich auszutrocknen gilt keine Wege finden, eine solche Anleitung in Umlauf zu bringen?

Das trifft die Anbieter der Kinderpornografie empfindlich, weil weniger Geld eingeht.

Dazu findet sich bei Rechtsanwalt Jürgen Vetter von lawblog ein interessanter Blogeintrag: Er bezweifelt angesichts vieler betreuter Fälle mit Kinderporno-Bezug die Existenz eines solchen Marktes. Zum einen da keiner der Beklagten bislang für Kinderpornographie Geld ausgegeben hat, zum anderen weil das in den Fällen zutagegeförderte Material nicht den Eindruck erweckte, professionell für einen hypothetischen “Markt” produziert worden zu sein.

Das deutliche STOP-Schild erhöht zudem die gesellschaftliche Ächtung des Missbrauchs.

Wenn jemand schon bereit ist, wie immer wieder behauptet, Geld für Kinderporno auszugeben, wird er sich kaum durch den Hinweis “Sie machen etwas verbotenes” aufhalten lassen.

Dass das System funktioniert, zeigen die jahrelangen Erfahrungen anderer Länder, die bereits Zugangssperren eingerichtet haben.

Wie z.B. Dänemark und Australien, wo zensurkritische, gänzlich pornofreie Seiten, Seiten von Zahnärzten und legale Pornographie zusammen mit kinderfreier Tierpornographie auf der Sperrliste gelandet sind, während bei den tatsächlich auf der Liste befindlichen Kinderpornoseiten auf weitere Schritte verzichtet wurde (und diese sich nebenbei in Deutschland und anderen westlichen Industrienationen befinden). Dem Kinderschutzverein Carechild gelang aber innerhalb weniger was den Polizeibehörden offenbar unmöglich war: in 48 Stunden 16 von 20 zufällig ausgewählten Seiten von der Dänischen Sperrliste schließen zu lassen.

Statt vor den Möglichkeiten im World-Wide-Web zu resignieren, werden alle Mittel gegen die Verbreitung von Kinderpornografie genutzt.

Bis auf die Verfolgung der Inhalteanbieter, die in der Mehrzahl der Fälle problemlos möglich wäre, da die Server wie bereits erwähnt, und von Scusi anhand jeder neu an die Öffentlichkeit getragenen Sperrliste bestätigt in westlichen Industrienationen stehen.

  • Sind Zugangssperren nicht leicht zu umgehen, indem die Anbieter ständig die Adressen wechseln?

Deswegen sind die Listen der gesperrten Seiten, die beispielsweise in England (im Durchschnitt laufend 1.500 aktive Anbieter) und Skandinavien verwendet werden, ja auch dynamisch. Das bedeutet, die Sperrliste wird täglich aktualisiert. Das Aktualisieren dauert nur Sekunden und funktioniert weltweit.

Um genau zu sein dauert das Aktualisieren 24 Stunden (das ist das in den Plänen genannte Intervall in dem die Sperrlisten aktualisert werden sollen), und funktioniert natürlich nur in Deutschland. Andere Länder behalten ein zensurfreies Internet. Hinzu kommt, dass die Beispielländer in Skandinavien ihre Listen offenbar nicht allzugut pflegen: Viele der Einträge sind längst nicht mehr in Benutzung. Reserviert jemand ahnungslos eine dieser frei gewordenen Domains landet er ohne einen Anlass dazu gegeben zu haben auf der Sperrliste.

  • Werden von den Sperren nicht auch unbedenkliche Angebote im Internet betroffen?

[...]Provider können heute punktgenau gefährliche Inhalte blockieren.[...]

Ja, mit der geplanten Technologie (die auch die einzig bezahlbare ist) sieht punktgenau in etwa so aus:

Angenommen jemand stellt ein kinderpornographisches Bild bei Wikipedia ein, so wird nicht etwa das fragliche Bild blockiert, sondern die ganze Seite wäre nicht mehr erreichbar. Aufgrund von Sperrlisten war Wikipedia beispielsweise in Großbrittanien mehrere Tage nicht benutzbar.

  • Sind die Zugangssperren ein Ersatz für die oft mühsame Verfolgung der Täter im In- und Ausland?

Es geht nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch. Sperrungen sind Bestandteil einer Gesamtstrategie gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern und seiner Darstellung im Internet. Sie sollen die Ermittlung der Täter und das Schließen kinderpornografische Websites nicht ersetzen, sondern wirksam ergänzen.[...]

Grade die Erfahrungen mit den vielzitierten skandinavischen Sperrlisten sprechen dagegen: Obwohl die Mehrzahl der dort gesperrten Seiten unter Anderem in Deutschland liegt, wurde offenbar noch nichts wirksames gegen sie unternommen. Scusi fand bei seinen Recherchen mit den über 6 Monate alten Sperrlisten noch immer aktive Seiten in Deutschland. Das ist nicht gerade ein Hinweis darauf, dass neben der Sperrung von Webseiten aktiv an der Schließung der betreffenden Server gearbeitet wird.

  • Ist die Mühe nicht vergebens, weil man an die ausländischen Anbieter ohnehin kaum herankommt?

Gerade weil die Täter so schwer zu erreichen sind, müssen auch die Zugangsanbieter im Inland in die Pflicht genommen werden.[...]

Ja, das ist schon schwierig, mal eben in den USA anzurufen, um die Täter zu erreichen. Oder in Australien, oder in Neuseeland, denn das sind die Länder, die auf der aktuellen Norwegischen Sperrliste mehr als 50% der Kinderpornographie-Server hosten. Lieber sperren.

  • Wenn es das Verfahren bereits seit vielen Jahren im Ausland gibt, warum handelt die Regierung erst jetzt?

Wir haben in Deutschland viele Jahre auf freiwillige Maßnahmen der Internetwirtschaft gesetzt. Von dieser Seite hieß es lange, die Sperrung sei technisch nicht möglich und hierzulande rechtlich nicht zulässig. Inzwischen aber zeigt sich: Es geht technisch, es ist rechtlich zulässig und es ist wirksam.

Die Wirksamkeit ist ein Knackpunkt, die rechtliche Zulässigkeit ein anderer. Erstere ist nicht gegeben (wie man sich durch Nachvollziehen der Schritte zur Umgehung der Sperre leicht klarmachen kann), zweitere stark umstritten. Das eigentliche Hauptargument müsste meines Erachtens lauten:

“Super, endlich ein Wahlkampfthema bei dem alle nur profitieren können, und bei dem niemand uns widersprechen darf. Wenn doch sagen unterstellen wir einfach, er sei offenbar für Kindesmissbrauch.”

Und genau deshalb springen auch alle auf den Zug auf.

Ich bin immernoch fassungslos ob der Ignoranz und Machtgeilheit die man braucht um einen dermaßen fehlgeleiteten Wahlkampf zu führen.

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Offener Brief an Brigitte Zypries

Nachdem wir die Webseite im letzten Monat sehr vernachlässigt habe, haben nun die aktuellen Ereignisse zur Eile angetrieben: Die Netzzensur soll am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. Ich habe also beschlossen, einen offenen Brief an Brigitte Zypries zu schreiben, in dem ich die im Internet weithin bekannten Argumente gegen die Kinderporno-Sperre kurz zusammenfasse. Frau Zypries ist die Bundestagsabgeordnete meines Landkreises und hat in der Vergangenheit zumindest der Form der Sperren widersprochen. Ich hoffe, dass die ihr nach Lektüre bekannten Fakten weitergegeben werden und für eine Wende in der Diskussion um die Sperren im Bundestag führen.

Sehr geehrte Frau Zypries,

seit einiger Zeit schon folge ich der Diskussion über die Sperrung kinderpornographischer Webseiten, und habe den Eindruck, dass essentielle Informationen über die bisher existierenden Sperrlisten in den Skandinavischen Ländern im Bundestag noch nicht diskutiert wurden.

Mein Anliegen ist nun: Machen Sie sich mit den zusätzlichen Fakten vertraut, bevor Sie eine Entscheidung über die Sperrlisten treffen.

Wie Ihnen bekannt ist wird die Sperrung damit begründet, dass es bei Kinderporno-Servern in einigen Ländern unmöglich ist, diese vor Ort vom Netz zu nehmen, da die Inhalteanbieter in diesen Ländern nicht rechtlich belangbar sind. In diesen Fällen soll dann die Sperrliste greifen. Dieses vorgehen bestätigt sich anhand der bekannt gewordenen Sperrlisten aus Skandinavien nicht. Die große Mehrzahl der Kinderpornohoster von der Liste befindet sich, wie ein Blogger namens Scusi herausfand in westlichen Industrienationen. Er dokumentiert auch, wie er die Listen auswertete, sodass jedermann anhand der an die Öffentlichkeit getragenen Liste seine Auswertung nachvollziehen kann. Seine Ausführungen finden Sie hier:
http://scusiblog.org/?p=463

Ein weiteres Argument, welches gern verwendet wird ist, dass es nur langsam möglich sei, die illegalen Inhalte vom Netz zu nehmen, und während die nötigen Schritte ergriffen würden sei es sinnvoll, die Seiten zu sperren, um weitere Verbreitung der Materialien zu verhindern. Ein Kinderschutzverein (CareChild) hat sich 20 Seiten von der Dänischen Sperrliste vorgenommen und es geschafft, mit den Privatleuten zugänglichen Mitteln (E-Mail an den Hoster, das ist der Dienstleister, in dessen Räumlichkeiten der Server steht, Anzeige bei den für den Standort des Servers zuständigen Polizeibehörden) innerhalb der ersten 3 Stunden 8 der 20 Seiten offline zu nehmen. Das ist schneller als es mit der momentan geplanten Sperrliste möglich wäre (da sie nur einmal pro Tag aktualisiert wird). Nach 2 Tagen waren 16 von 20 Domains deaktiviert und die verbleibenden 4 Domains enthielten so weit überprüfbar keine illegalen Inhalte. Die Dokumentation des Versuchs von CareChild finden Sie unter:
http://www.carechild.de/carechild/careblog/bundefamilienministerin_will_kinderpornos_verbreiten_548_154.html
(und in einem PDF welches am Ende des Blogeintrags verlinkt ist)

Zuguterletzt wird immer wieder behauptet, die Sperre sei, trotz aller gegenteiligen Behauptungen, wirksam. Ich glaube, dass sich bisher kaum jemand unter Ihren Kollegen (insbesondere nicht Frau von der Leyen) die Mühe gemacht hat, zu recherchieren, wie leicht sie eigentlich umgangen werden kann. Es sind beispielsweise unter Windows in etwa schlappe 12 Klicks notwendig, dazu das eingeben einer 12-stelligen Internetaddresse. Ich kann nicht ganz verstehen wie das einen Menschen, der bereit wäre Geld für Kinderporno auszugeben davon abhalten sollte, sich Kinderporno zu beschaffen, zumal die Anbieter der illegalen Inhalte sicher sehr schnell die Information zur Umgehung der Sperre im Netz verteilen. Falls Sie die Zeit haben, es auszuprobieren finden sie eine Anleitung für Windows XP unter:
http://www.ccc.de/censorship/dns-howto/WinXP/WinXPhow-to.htm?language=de

anleitungen für andere Betriebssysteme finden Sie unter
http://www.ccc.de/censorship/dns-howto/?language=de

Es werden Administratorrechte benötigt, auf seinem eigenen Heimcomputer hat die jedoch jeder inne.

Ich hoffe dass Sie diese Informationen, die in meinen Augen alle Hauptargumente für die Sperrliste als Scheinargumente für Wahlkampftauglichen Aktionismus entlarven, noch vor der Abstimmung zur Kinderpornosperre am Mittwoch erhalten. Denn zum einen befürchte ich wie Carechild, dass, wie offenbar in Dänemark geschehen, auch hierzulande Seiten nur auf die Sperrliste gesetzt werden, weiter aber nichts gegen sie unternommen wird. Den Kindern wäre damit wenig gedient. Andererseits teile ich auch die Befürchtung vieler Internetnutzer, dass eine einmal installierte Zensurinfrastruktur, deren Zensurliste nicht überprüfbar ist zum einen missbraucht werden könnte, und zum anderen schnell Nutznießer mit weniger leicht argumentierbaren Sperrwünschen nach sich zieht. Zuguterletzt scheint mir die Sperre keinesfalls der einzig gangbare weg, die bereits vorhandenen Instrumente reichen offenbar selbst für Privatleute aus, um Kinderporno zügig vom Netz zu nehmen.

Ich würde mich über eine Antwort freuen und stehe Ihnen per Mail und telefonisch gern für Rückfragen zur Verfügung. Bei Bedarf könnte ich die Umgehung der Sperrliste auch auch auf Video dokumentieren.

Mit freundlichem Gruß

Paul
Tel.: xxxxxxxxxx

Kopien des Schreibens gehen Ihnen aufgrund der Dringlichkeit angesichts der kurzen Frist bis zur entsprechenden Sitzung per Webformular, E-Mail und Fax zu.

Der Inhalt dieses Schreibens wird von mir auch als offener Brief im Internet veröffentlicht.

Update: 24.03.2009, 18:29:

Noch immer keine Antwort, langsam befürchte ich, dass noch keiner es gelesen hat.

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Die Kinderpornosperre umgehen

ist in etwa so leicht, wie eine E-Mail zu versenden:

  1. Öffnen der Netzwerkeinstellungen über Start->Einstellungen
  2. Öffnen der zur Internetverbindung gehörenden Netzwerkverbindung
  3. Öffnen der Eigenschaften
  4. Auswahl von Interneprotokoll (TCP/IP) und öffnen der Eigenschaften
  5. Eintragen eines nicht filternden DNS-Servers im entsprechenden Feld nach Auswahl von Folgende DNS-Serveradressen verwenden, das entsprechende Fenster findet sich rechts abgebildet. Adressen finden sich leicht bei Google und bispielsweise hier oder gespiegelt hier.
TCP-IP Einstellungen

TCP-IP Einstellungen

Entsprechende Anleitungen sind auch bereits vielfach für verschiedene Betriebssysteme im Internet zu finden. Wie man sich dort überzeugen kann ist der Aufwand zur Umgehung der Kinderporno-Sperre unter anderen Betriebssystemen nicht größer.

Auch für alle bekannten komplexeren Sperrmethoden bleibt der Aufwand zur Umgehung vergleichbar gering.

Der einzig mögliche Schluss daraus: Die Kinderpornosperre ist leicht zu umgehen, egal wie sie realisiert wird. Leicht zu umgehende Sperren sind kein wirksames Mittel gegen Kinderpornographie.

Update 3. Juni: Von einigen Organisationen werden im Moment auch härtere Sperren gefordert als die hier behandelten DNS-Sperren. Diese sind jedoch unabhängig von der eingesetzten Technik auch nicht schwerer zu umgehen.

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